Sexdoll als Alternative zur Partnerin? …

Allgemein, muss ich sagen, bin ich vielem gegenüber aufgeschlossen, neugierig und habe eher weniger Berührungsängste. Noch weniger schrecke ich vor Experimenten zurück. In diesem Fall sah das „Experiment“ so aus, dass ich mir vor einigen Tagen eine so genannte „Sexdoll“, eine Liebespuppe aus medizinischem Gummi kaufte. Das Material nennt sich TPE (Thermoplastische Elastomere) und soll der Haut des Menschen sehr ähnlich sein und wird daher auch, wie bereits erwähnt, in der Medizin verwendet.

Der Gedanke dahinter war, dass ich mir für sexuelle Tätigkeiten etwas neues, etwas aufregenderes zur Hilfe holen wollte. Als Single und mit Null Chance auf Kontakt zu einer echten weiblichen Person, mit der man soweit zusammenkommt dass intime Momente möglich werden, blieb mir neben dem Gang zu den Prostituierten daher nicht mehr viel Auswahl. Ich wollte ein Menschen-ähnliches Objekt haben und entschied mich dazu, dieses Produkt zu kaufen.

Natürlich wäre eine feste monogame Beziehung zu einer echten, lebendigen Frau schöner und erfüllender. Gemeinsame Unternehmungen, intime Momente und alltägliches. Keine Frage. Doch befinde ich mich inzwischen in der Position so langsam aufzugeben und es zu akzeptieren, dass es in diesem Leben keine Frau in meinem Leben geben wird. Infolge dessen, und weil ich die Kosten für Prostituierte etwas in Grenzen halten wollte 😅 war der Gedanke an solch eine Liebespuppe naheliegend.

Sie kam dann auch Heute mit der Post. Mein erster Eindruck war leicht enttäuschend, denn zum einen kam sie in einem ordinären Karton und nicht, wie erhofft, in einem formschönen rechteckigen Koffer. Zudem wirkte das Paket sehr schmal. Und nachdem ich es öffnete sah ich dann mehrere Einzelteile: ein billiges Reinigungsset aus Plastik, ein Toupè mit langen roten Haaren und so weiter.

Die Eckdaten –

Größe: 1.58 / sehr dünn / große ausgefüllte Brüste (keine Hohlbrust) / Vaginaleingang mit „Jungfernhäutchen“

Körpergewicht: zwischen 20 und 30 Kilo

Zubehör (ohne Aufpreis) –

Eine sehr kleine Zunge / Standfüße / lange rote Haare / Stabheizung für die Öffnungen, Dessous (von billiger Qualität)

Die Mängel –

Die Puppe hat zwar Standfüße, was bei dem Preis bei vielen Anbietern absolut nicht im Preis mit inbegriffen ist,
aber leider ist das Material um die Schrauben herum – die als Standfüße fungieren sollen – eher mangelhaft. Es
sieht ganz eindeutig danach aus, dass die Löcher für die Standfuß-Schrauben nachträglich aufgebohrt wurden.
Der Vaginale Eingang ist mit einem „Jungfernhäutchen“ versehen und muss umständlich durchstoßen werden.
Im ersten Moment sah es so aus als würde gerade dieser wichtigste Eingang vollkommen fehlen.
Das Metalskelett ist etwas unhandlich und steif. Lässt sich zwar mit etwas Übung umständlich in die vorgegebenen
Positionen verbiegen, ist aber gerade was den Oberkörper angeht eher eine schweißtreibende Angelegenheit. Zudem ist so etwas wie der Doggistyle nur schwer machbar, weil die Arme der Puppe das enorme Gewicht des Oberkörpers nur marginal in Position halten können. Bei einem eher weichen Standardbett wird ein Stellungswechsel auch aufgrund des Gewichts zu einer sehr anstrengenden Angelegenheit.
Das Gesicht ist ebenfalls als Mängel anzugeben, weil ich eindeutig ein anderes gewählt hatte. Dieses wirkt eher wie ein Standard-Gesicht, was man eben schnell gegriffen und mit eingepackt hat.
Die Eingänge sind allesamt sehr eng. Und vor allem der Oraleingang wird, bedingt durch die mitgelieferte Zunge,
noch enger und unanhandlicher. Ohne entsprechendes Gleitgel, was immer wieder aufgetragen werden muss,
ist hier ohnehin in keiner der Öffnungen was zu machen!

Auch die Pflege ist eher als intensiv zu betrachten. An der Haut-Oberfläche haftet der Schmutz recht schnell und gründlich, muss regelmäßig mit Babypuder eingerieben und mit Babyöl behandelt werden. Darf nicht lange direktem Sonnenlicht ausgesetzt werden und ist auch sonst recht anfällig. …

Mein Fazit lautet: wäre der Preis von Minimal 500 Euro für eine Puppe im Größenbereich von einem Meter bis hin zu einer Größe von 1.95 für gut 1600 Euro nicht – nach oben gibt es vor allem für Luxuspuppen kaum Grenzen -, wäre es ein nettes Spielzeug. So hingegen ist es eher eine unnötig teure Anschaffung.

Werbeanzeigen